Katastrophenschutzübung: „Blackout“
Am Samstag stellten die Feuerwehren der Marktgemeinde Titting gemeinsam mit dem Krisenstab bei der Katastrophenschutzübung „Blackout" ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis. Rund vier Stunden lang übten die Wehren den Ernstfall eines großflächigen, langanhaltenden Stromausfalls.
Ausgangslage der Übung war ein vollständiger Stromausfall im gesamten Gemeindegebiet, zusätzlich erschwert durch eine stark eingeschränkte Mobilfunk- und Festnetzverbindung. Die Feuerwehr richtete umgehend den Leuchtturm am Rathaus Titting als zentrale Anlaufstelle für die Bevölkerung ein. Mittels Notstromversorgung wurden Gerätehaus, Rathaus sowie die Schulturnhalle inklusive Heizung betrieben. Auch die Feuerwehren aller anderen Ortschaften der Marktgemeinde waren im Einsatz und richteten eigene Anlaufstellen ein.
Im Übungsverlauf mussten die Kräfte mehrere Einsatzlagen bewältigen. So evakuierten die Feuerwehren rund 40 Kinder samt Betreuungspersonal aus der Alten Schule Morsbach, in der die Heizung ausgefallen war, in die Turnhalle der Schule Titting. Kurz darauf rückten die Wehren zu einem simulierten Wohnungsbrand in Erkertshofen aus, der durch eine unbeaufsichtigte Kerze ausgelöst worden war.
Im weiteren Verlauf verschärfte sich die Lage zusätzlich: Die Notstromaggregate näherten sich ihren Kapazitätsgrenzen, während immer mehr Bürgerinnen und Bürger am Leuchtturm Hilfe suchten. Zum Abschluss der Übung rückten die Feuerwehren nach Kaldorf aus, wo ein vollgelaufener Keller mit gefährdetem Heizöltank eine drohende Ölverseuchung simulierte. Die Einsatzkräfte informierten die Umweltbehörde und organisierten zusätzliche Ölbindemittel.
Die Übung endete am Mittag zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Die Feuerwehren der Marktgemeinde Titting konnten wichtige Erkenntnisse für den Ernstfall sammeln, die nun in die weitere Einsatzplanung einfließen.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Einsatzkräften, Helferinnen und Helfern, die diese umfangreiche Übung möglich gemacht haben.